Musik von MauritiusKein Besucher der Insel Mauritius sollte es versäumen sich einmal eine Segatanzveranstaltung anzuschauen. Niemand kann sich dem Rythmus des Nationaltanzes entziehen. Seine Wurzeln hat der Sega in Afrika. Im 18. Jahrhundert wurde er als Tanz der Sklaven auf Mauritius geboren. Nach der Arbeit kamen sie zusammen und sangen von Liebe, Leid und all dem, was ihr Leben zu bieten hatte. Zum Sega gehört ein Tanz, bei dem die Frauen in ihren langen Röcken ihre Hüften kreisen lassen und sich voller Freude um ihre eigene Achse drehen. Begleitet werden sie von Musikanten mit den drei typischen Segainstrumenten: Ravane, Maravane und Triangel. Die Ravane ist ein flaches, mit Ziegenleder bespanntes Tamburin, welches für den besonderen Klang vor dem Spiel zunächst am Feuer erhitzt wird. Die Maravane ist eine Büchse, in der sich Körner oder trockene Bohnen befinden, die ein lautes Ratteln erzeugen. Viele Hotels bieten einmal pro Woche einen typischen Segatanzabend an, während dem auch der Tourist einmal versuchen kann sich zu dem mitreissenden Rythmus zu bewegen.
Die Jugendlichen auf Mauritius lieben heute den Seggae, eine neue Musikrichtung, die aus der Vereinigung von Sega und Reggae entstand. Bedeutenster Vertreter des Seggae ist der 1999 verstorbene Kaya.
Durch den großen indischen Bevölkerungsanteil auf Mauritius ist auch die indische Filmmusik auf der Insel vertreten. Überall erschallt die Musik aus Bollywood: in Supermärkten, aus dem Radio und während der Taxifahrt über die Insel.