Geschichte von Mauritius 1000 v. Chr.: Von Historikern wird vermutet, dass bereits die Phönizier auf ihrem Seeweg um Afrika herum die Insel entdeckt haben.
10. Jhd.: Der arabische Handelsreisende Hassan Ibn Ali erwähnt in seinen Schriften Mauritius unter dem Namen „Diva Mashriq“ (östliche Insel).
1502: In einer portugiesischen Seefahrerkarte taucht Mauritius erstmals unter dem Namen „Dina Arobi“ auf. Die Insel wird nicht besiedelt und nur als Stützpunkt auf dem Seeweg der Portugiesen nach Indien genutzt.
1598: Die Holländer nehmen Mauritius in Besitz und benennen die Insel nach dem Prinzen Moritz (franz. Maurice) von Oranien und Herzog von Nassau.
1638: An der Ostküste wird eine erste dauerhafte Siedlung von den Holländern gegründet. Sie roden die Ebenholzwälder und führen erste Sklaven aus Madagaskar ein. Versuche Zuckerrohr-, Tee- und Tabakplantagen anzulegen scheitern jedoch.
1710: Die Holländer geben Mauritius auf und zerstören alle Bauwerke. Es sind nun Piraten, die die Insel als Stützpunkt für ihre Raubzüge im Indischen Ozean nutzen.
1715: Die Franzosen besetzen Mauritius und benennen es „Ile de France“. Es werden weitere Sklaven aus Afrika eingeführt mit denen jetzt erfolgreich Zuckerrohrplantagen bewirtschaftet werden.
1735: Der französische Gouverneur Mahé de Labourdonnais legt die Grundlage für die Entwicklung des Inselstaates. Er sichert die Lebensmittel- und Wasserversorgung, lässt Straßen, Brücken und Krankenhäuser bauen. Die Insel gewinnt an Attraktivität für Kolonisten und Geschäftsleute.
1796: Auf der Ile de France kommt es zu Aufständen gegen die Zentralregierung in Paris, da die Sklaverei nach der Französischen Revolution auch hier abgeschafft werden soll. Sieben Jahre lang befindet sich die Kolonie im Streit mit Paris, bis im Jahre 1803 auch auf der Insel der Code Napoléon eingeführt wird. Sklaverei bleibt jedoch weiterhin gestattet.
1806-1814: Die Briten verhängen im Rahmen des französisch-britischen Kampfs um die Vorherschaft im Indischen Ozean eine Blockade gegen die Ile de France. Im Jahre 1810 findet die große Seeschlacht von Vieux Grand Port statt, die die Franzosen gewinnen. Nur wenige Monate später jedoch erobern die Briten die Ile de France und die Franzosen sind gezwungen die Kapitulation zu unterzeichnen. 1814 wird die Insel, die nun wieder Mauritius heißt den Briten offiziel übereignet.
1832: Das Zuckerrohr wird als Monokultur verstärkt gefördert, da es die einzige Nutzpflanze ist, die den häufigen Wirbelstürmen Widerstand leisten kann.
1835: Abschaffung der Sklaverei auf der Insel. Als Ersatz kommen nun billige Arbeitskräfte aus Südindien, die sogenannten Kulis, ins Land.
1847: Einer der teuersten Fehldrucke aller Zeit, die Blaue Mauritius, wird produziert.
1901: Mauritius, wo die Inder mittlerweile die Bevölkerungsmehrheit stellen, wird von Mahatma Gandhi besucht.
1958: Das allgemeine Wahlrecht wid eingeführt. Die neugegründete Partei Parti Travailliste kämpft unter der Führung von Sir Seewoosagur Ramgoolan für die Unabhängigkeit des Landes.
1968: Mauritius wird am 12. März zum unabhängigen Staat innerhalb des britischen Commonwealth ernannt. Sir Seewoosagur Ramgoolan wird erster Premierminister.
1992: Am 12. März wird Mauritius als Republik proklamiert.