Aufenthalt in Mauritius bei den Lodges Andrea & Exil – ein Mauritius-Reisebericht

Ich habe vor Kurzem mit ein paar Freunden eine schöne und erholende Zeit bei den Lodges Andrea & Exil verbracht. Es handelt sich hier um 2 verschiedene Angebote. Die Lodges Andrea befinden sich im Süden der Insel bei Rivière des Anguilles direkt an einer Klippe, wo man eine schöne Sicht aufs Meer hat. Baden im Meer kann man dort nicht, da das Meer dort zu starke Strömungen und viel zu große Wellen hat, die direkt am Hang brechen. Es ist eher etwas, um in Ruhe zu entspannen und die Sicht sowie das schöne Rauschen des Meeres zu genießen. Außerdem sind die Farben der sehr grünen Natur bis hin zu den schönen türkisblauen Farbtönen des Ozeans sehr eindrucksvoll. Dafür gibt es dort einen Pool, wo man etwas „Planschen“ kann :)

Die Exil Lodges befinden sich hingegen in einer tropischen Vegetation, circa 9 Km  von den Andrea Lodges entfernt und Richtung Inland. Die Andrea Lodges haben jeweils 10 Hütten und die Exil Lodges ebenso. Diese sind ideal für Paare. Man hat ein Zimmer mit einem Doppelbett, von wo man durch eine große Glasscheibe eine hervorragende Sicht auf die Natur hat. Bei den Andrea Lodges sieht man das Meer, hingegen bei den Exil Lodges hat man freie Sicht auf einen wunderschönen Wasserfall. Die Räume haben einen Ventilator an der Decke, ein gepflegtes Bad, aber keine Kitchenette. Dafür kann man gut im Restaurant essen. Man möchte eh nicht kochen, wenn man dort ist, denn es geht dort um ERHOLUNG PUR – einfach mal Faulenzen und so wenig machen wie möglich – die Seele baumeln lassen.
Das Essen wird im Restaurant von den Andrea Lodges vorbereitet und dann zu den Lodges Exil transportiert. Vom Preis her ist es recht günstig, und man kann es auch inklusive buchen in der Halbpension-Option. Zu Mittag kann man im Voraus entweder schon vorbestellen was man Essen möchte, oder der Chef-Koch, der ganz nett ist, macht Ihnen Pommes, Salat und Croques Monsieur im  Restaurant bei den Lodges Andrea.

Inneneinrichtung bei den Lodges Exil & Andrea
Von der Inneneinrichtung ist alles sehr simpel, sauber und schön mit den passenden Farben eingerichtet , so dass sie im Einklang mit der Natur sind. Es geht hier hauptsächlich um das Genießen und Ausruhen. Man sollte jetzt nicht Luxus oder lauter Extras erwarten, weil das bekommen Sie dann eh im Hotel oder in Ihrer Villa. Daher ist es hier ideal für ein paar Nächte. Nichtsdestotrotz bekommen wir auch Anfragen von einer Aufenthaltsdauer von 1-2 Wochen. Dies ist nicht selten der Fall!

Die Ortschaften
Wir waren direkt von der Ortschaft positiv angetan und wollten uns  die Zeit nicht verderben mit Ausschau halten, was uns nicht gefällt. Denn wenn man sucht findet man sicherlich Makel. Wo ist es schon perfekt, wenn man es sich selbst verderben möchte, dann schafft man das. Wo Menschen am Werke sind, gibt’s auch Makel, auch in 5 Sterne Hotels… Und wenn es keine Makel gibt, geht ja auch manchmal etwas schief. Vielleicht fällt dem Kellner was runter… Würde so etwas passieren, wäre ich nicht in der Lage gleich alles als miserabel abstufen zu können, weil es hätte mir ja genauso passieren können. Mit meinen 2 linken Händen fällt bei mir meistens immer mal was runter :D Somit haben wir Makel einfach nicht beachtet, denn wir wollten einfach eine schöne Zeit genießen.

Lächeln sowie Lachen ist Gesund
Man grinst ja eh, wenn man dort ist, umgeben von der schönen Natur. Ich glaube da ist man einfach zu gut drauf, so dass man sobald man in seiner Hütte ist, einfach die Seele baumeln lässt, bei einem so  schönen Ausblick vom Bett aus – jetzt ist der Ausruh-Modus eingeschaltet. Der Schwerpunkt hier liegt auf dem Entspannen – mal nichts tun und die Sicht genießen.

Unsere erste Nacht verbrachten wir bei den Lodges von Andrea. Dort hatten wir Abendessen, das sehr lecker war (Buffet). Davor haben wir etwas im Pool geplanscht, mit Kindern um die Wetter getaucht, Blödsinn und Quatsch gemacht – und wieso nicht auch mal toben ??? Man fühlt sich einfach frei, man könnte auch wie ein Gorilla brüllen und mit den Fäusten auf die Brust trommeln – gesagt, GETAN :) Extrovertiert!? Nein! Als junger Mann darf man das doch noch, erwachsen sein heißt ja nicht langweilig sein… Ob jetzt die Ernsthaftigkeit meines Berichtes darunter leidet, hängt auch von der Interpretation des Lesers ab – eines ist klar, wir haben uns sehr wohl gefühlt, sehr frei, und wir haben viel gelacht. Und Lachen ist gesund! Mein Buch von Thomas Mann „Der Zauberberg“ wäre dort ideal gewesen als entspannende Lektüre, jedoch habe ich mir einen billigen Krimi von Dean Koontz im Supermarkt (Super U) auf dem Weg dorthin geschnappt.
So eine gute Zeit hatten wir alle zusammen schon lange nicht mehr. Und wenn es uns dieser Urlaubsort erlaubt hat, dann vergeben wir alle gerne 5 gefühlte Sterne! Alleine schon für die tolle Zeit. Die anderen Gäste vor Ort waren auch alle gut drauf. Man kam mit allen Leuten, die meisten davon Mauritianer, leicht ins Gespräch.

Man liebt ja auch das Spazieren gehen und das Empfinden der Hütte
Spaziergänge haben wir ebenfalls  en masse gemacht. Denn mit solch schönen Ausblicken auf das Meer, müsste man der Lage ein Diplom verleihen. Es ist dort sehr feucht, und im Sommer sehr warm. Es gibt ein Ventilator an der Decke. Da man sich auch an neue Orte gewöhnen muss, empfand ich das Rauschen des Meeres ziemlich laut (ein schönes romantisches Laut) und den Ventilator an der Decke habe ich manchmal an gemacht, und dann doch wieder aus, weil ich den auch etwas hören konnte. Da denkt man etwas zurück an die Zimmer-Beschreibungen, wie im Buch „Der Zauberberg“ von Thomas Mann. Es gibt auch hier Mücken. Wir sind ja nun mal in den Tropen, somit ist das normal – dafür hat man dann die Möglichkeit ein Moskito-Netz um das Bett herum zu spannen oder das „Vape“ einzuschalten. Ein Vape-Gerät ist vor Ort sowie in den meisten Anlagen von Mauritius vorhanden:

http://www.vape.com/en/schede_prodotto/elettroemanatore_filo.html

Man hat schon gemerkt, dass man sich recht schnell an einen gewissen Komfort gewöhnt. Lauter Kleinigkeiten, die man sich vorstellt und gerne selber am liebsten hat. Somit belasse ich es bei den Kleinigkeiten, denn es kann nicht alles 100%ig perfekt sein. Wenn ich es bewerten müsste, dann würde ich eine 95% vergeben – und zwar auf meiner eigene und daher subjektiven Bewertungsskala. Nach einer Weile gewöhnt man sich an die Umgebung und schläft so tief wie ein Bär, und freut sich auf die Aussicht am nächsten Morgen von seinem eigenen Bett aus.  Das Frühstück war spitze. Wir sind auch ins Gespräch mit dem Personal gekommen, da wir ja alle das lokale Patois (Kreolisch) und Französisch können. Der Chef-Koch hat bei allen Gästen rumgefragt, ob es gut geschmeckt hat. Das fanden wir gleich super, da allgemein alle Restaurants, die wir auf der Insel besichtigen, und man dort mit dem Koch mal sprechen kann, gleich unter unseren Favoriten fallen. Somit ist z.B. das Luigis Restaurant in Grand Baie eines unserer Favoriten, da der Chef immer mal vorbei kommt und man ein paar Worte mit ihm austauschen kann. Es vermittelt den Eindruck, dass es auch der Chef gerne kocht,  und seine Gerichte mit sehr viel Herz weiterempfiehlt.

Aktivitäten bei den Lodges Andrea & Exil
Kurz nach dem Frühstück, kam jemand zum unserem Tisch und hat uns die verschiedenen Aktivitäten präsentiert, die im Preis mit inbegriffen sind und gerade an der Tagesordnung waren. Für die Aktivitäten, für die wir uns interessiert haben, konnten wir uns direkt anschließen. Es gibt immer eine Hauptaktivität am Tag, und diese variiert dann von Tag zu Tag. Man kann gegen Aufpreis auch andere Aktivitäten buchen, wie Quad Bikes durch die weite Landschaft fahren oder sich Mountain Bikes mieten und in die Dörfer fahren oder einfach durch die Zuckerrohrfelder. Es gibt noch vieles mehr aber das lass ich Sie dann vor Ort oder auf unsere Internetseite selbst entdecken.
Da wir an diesem Tag zu den Lodges von Exil umsiedeln mussten, bat das Personal uns an das Gepäck dorthin zu bringen, damit wir direkt an den Aktivitäten teilnehmen konnten. Ein sehr hilfsbereiter Service mit freundlichem Personal. Somit sagten der 3-stündigen Hiking-Strecke zu. An diesem Sonntag war eine Gruppe vom Gesundheitsministerium von insgesamt 25 Personen dabei, an die wir uns angeschlossen haben. Im Pick-Up saßen wir hinten mit einigen eng zusammen und die Stimmung war lustig. Die 3 Stunden lange Strecke durch die Natur war schön und man hat gar nicht gemerkt, dass es 3 Stunden waren. Es kam einem viel kurzer vor! Ich empfehle auf jeden Fall Anti-Mücken-Spray mitzunehmen, weil es in der tiefen tropischen Natur wirklicht viele Mücken gibt! Danach konnte man  bei einem Wasserfall baden. Danach gab es an den den Exil Lodges Mittagessen.

Schön Ausruhen bei den Exil Lodges
Danach haben wir uns erstmal ausgeruht, und zum Abendessen haben wir uns im Restaurant der Exil Lodges wiedergesehen. Zum Essen gab es einiges vom Buffet, was gut war. Man muss dazu sagen, dass die Lodges sich in einem sehr großen Gebiet befinden, und dieses zu einer großen Firma gehört, die hauptsächlich mit Agrikultur und Viehzucht zu tun hat, wie beispielsweise die Zucht von Enten. Keine Sorge, man hört keine Enten, diese sind Kilometer weit weg! Der Chefkoch meinte zu uns, dass das Gemüse  frisch ist, und zwar aus eigenem Anbau. Dies konnte man auch am Geschmack erkennen. Der Salat war sehr gut.

Die Exil Lodges sind ein bisschen teurer als die Lodges von Andrea. Aber dafür sind die  Exil Lodges sind auch ein klein bisschen größer und von der Lage spezieller. Mit der Sicht auf einen Wasserfall und auf kleine Berge, die voll gewachsen sind von tropischer Vegetation soweit das Auge reicht, hat man von dem Hang eine unglaubliche Sicht! So ist man sofort ENTSPANNT! Hier lässt der Stress und jegliche Burnout-Symptome nach!
Die Exil Lodges sind mein persönlicher Favorit. Es ist dort etwas ruhiger. Man hört nicht das laute Rauschen des Meeres. Ich fand es in der Nacht sehr angenehm. Da man sich in der Natur befindet, ist es auch klar, dass es Insekten gibt, wie Mücken und Spinnen, dafür aber keine Urlaubsverderber. Wer eine absolute Spinnenphobie hat, dem kann den Gebrauch des „Baygon“-Spray, das sich im Bad befindet, an Herz legen. Das ist der absolute Insekten-Killer!

Da wir müde waren ging es früh ins Bett und am nächsten Tag war es auch schon unser letzter Tag. Als man aufgestanden ist, konnte man vom Bett aus die schöne Sicht genießen. Gerne würde man einfach den ganzen Tag lang nichts tun und nur die Sicht genießen, etwas lesen und weiter ausruhen.

Mit dem Rad durch die Natur und Umgebung Besichtigen wie Rochester Falls und Souillac
Wir hatten uns außerdem Räder gemietet, und wollten damit bis zu den Lodges von Andrea fahren, um dort unsere Wagen abzuholen. Wir haben somit nach dem Frühstück aus den Lodge Exil ausgecheckt , und sind mit dem Rad durch Zuckerrohrfelder gefahren. Sehr abenteuerlich und ich denke nichts für Nicht-Sportler, da die Wege etwas sehr steinig sind, und wenn man nicht an Mountainbikes fahren gewohnt ist, kann man leicht umfallen. Man kann ja auch Wandern oder wenn es zu hart wird, das Rad einfach schieben. Somit haben wir alle den Wasserfall von Rochester Falls erreicht, wo man einige Jugendliche sehen konnte, die von oben runtergesprungen sind. Fotos könnt ihr davon in meiner Fotogalerie sehen. Wir sind dann weiter zur kleinen Stadt Souillac gegangen, wo man viele historische Sehenswürdigkeiten sehen konnte. Auch von dort habe ich Fotos online. Ein ganz besonderes Feeling hatte dieser Ort, da vieles runtergekommen ist und trotzdem noch Leben hat! An der Küste entlang, am  Meer von Gris Gris und La Roche qui Pleure vorbei, fanden wir unseren Weg durch Natur und Zuckerrohrfelder zurück zu Andrea. Wir waren circa 6 Stunden unterwegs – Fun total!
Zwar ohne Plan haben wir es trotzdem geschafft und es hat sehr viel Spaß gemacht. Einmal angekommen bei den Lodges von Andrea, haben wir eine Kleinigkeit gegessen und eine Weile noch gechillt mit der schönen Sicht aufs Meer vom Restaurant. Dann haben wir noch eine Weile mit Mrs. Dot, der Managerin vor Ort, geplaudert und dann haben wir unsere Getränke und Gerichte bezahlt, um uns dann von allen zu verabschieden, und zwar auf ein Wiedersehen.

Fazit – Wir lieben die Lodges von Andrea & Exil – wir kommen wieder!
Ein Ort, an den  wir auf jeden Fall zurückkehren werden. Das nächste Mal buchen wir gleich die Lodges Exil. Da wir (ich und Kumpels) auf Mauritius selbst ziemlich nah am Meer leben, ist es dann etwas Besonderes mitten im tropischen Wald zu sein – abseits von Städten und Meer. Man kann vor Ort auch diverse Aktivitäten buchen, wie Quad Bikes fahren und Fahrrad fahren, wo ich eh ein Fan von bin. Schwimmen am Wasserfall, den man von der Lodge sieht, gehen wir beim nächsten Mal auch wieder. Den Weg kennen wir jetzt. Fazit, wenn man es in seinem Urlaub auf Mauritius mit einplanen kann, würde ich es auf jeden Fall empfehlen ein paar Nächte in diesen Lodges zu buchen. Man kann hier ideal abschalten und ich finde, dass die Lage, die Region und die Ortschaft auch ihren ganz eigenen und besonderen Charme sowie Reiz hat. Außerdem hatte die Kleinstadt Souillac viele schöne Farben, und man kann spüren, dass man wo anders ist. Plus viel Geschichte und man ist weit weg von zu Hause, wie in einer anderen Welt, wo die Zeit angehalten wurde…

Willkürliche Berichts Auswahl:

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