Mauritius und La Réunion

Das französische Überseedepartement La Réunion befindet sich 200 Kilometer südwestlich von Mauritius. Zusammen mit der Insel Rodrigues, welche sich östlich von Mauritius befindet, bilden diese drei Inseln im Indischen Ozean die Maskarenen. Diesen Namen erhielten die Inseln, welche allesamt vulkanischen Ursprungs sind, von dem portugiesischem Seefahrer Pedro Mascarenhas, der die Inselgruppe im Jahre 1511 entdeckte.
Es bietet sich an, einen Aufenthalt auf Mauritius mit einem Trip auf eine der benachbarten Inseln zu verbinden. Da die etwa gleichgroße Insel La Réunion mit ihren 2.503,7 km² mehr Facettenreichtum zu bieten hat als die 110km2 kleine Insel Rodrigues, dessen höchster Berg gerade einmal 390 Meter misst, entschied ich mich gemeinsam mit einer Freundin für einen viertägigen Ausflug in die beeindruckende französische Berglandschaft. Wir buchten unsere Flüge* über die französische Fluggesellschaft Air Austral und mieteten uns für den gesamten Aufenthalt ein kleines Auto über Hertz*.

Donnerstag – 24. Juli 2014
Um 8:40 Uhr startet unser Flug vom Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport in Plaisance zum Roland Garros Airport in Staint Denis auf La Réunion. Unser Flugzeug, dass nur etwa 40 Minuten benötigt, um in St. Denis zu landen, bietet 64 Sitzplätze verteilt auf 16 Reihen, wovon lediglich 22 Plätze belegt sind. Allein der Flug in dieser kleinen Maschine ist schon ein Erlebnis wert. Am Flughafen angekommen, dauert die Passkontrolle für uns nur wenige Sekunden, schließlich befinden wir uns hier wieder in der Eurozone. An der Gepäckausgabe ankommen, warten unsere Koffer bereits auf uns. Am Flughafen holen wir dann, nachdem wir uns noch schnell eine Landkarte von der Insel kaufen und ein paar Euroscheine am Automaten abheben, unseren Leihwagen ab. Dabei handelt es sich um einen kleinen Peugeot 107. Nun startet unser Roadtrip hoch im Norden der Insel, in Saint Denis.
Wir genießen es, dass auf der Insel im Gegensatz zu Mauritius alle Orte klar ausgeschildert sind und wir wie gewohnt auf der rechten Seite fahren können. Die Straßen sind sehr sauber und der Verkehr wird nahezu nur von Kreisverkehren gesteuert. Ampeln gibt es auf La Réunion kaum. Wir befinden uns auf der Ringstraße, die die einzelnen Siedlungen entlang der Küste miteinander verbindet. Im Landesinneren gibt es nur schmale kurvige Straßen, die die einzelnen Orte im Gebirge miteinander verknüpfen. Westwärts legen wir unseren ersten Stop in Le Port ein. Hier schlendern wir durch die einzelnen Straßen der Siedlung, entlang an kleinen Läden und Restaurants, bis wir am Hafen angelangen und die vielen schlummernden Segelboote auf dem Wasser wippen sehen. Zurück im Auto freuen wir uns schon auf unseren nächsten Halt am Strand von Saint Paul, um unsere Füße in dem feinen schwarzen Sand zu versinken. Jedoch siegt der Hunger und wir verbringen die Mittagszeit in einer Strandbar mit Sicht auf’s Meer. Der Kontrast der weißen aufschäumenden Wellen auf dem schwarzen Sandstrand ist unbeschreiblich schön. Die Vorfreude steigt. Frisch gestärkt können wir nun zum Pier eilen und eine Weile am Strand entlang spazieren. An einigen Stellen liegen viele dunkle kleine Steine im Sand, die einem das Gefühl einer „Cold-Stone-Foot-Massage“ geben, wenn die Wellen die einzelnen Steine um die Füße bewegen. Auch der Klang der einzelnen aufeinanderprallenden Steine zwischen dem Meeresrauschen ist traumhaft. An der Küste ist das Wetter sehr sonnig und heiß. Jedoch befinden sich landeinwärts Wolken, die sich über der Berglandschaft erstrecken und leider die Sicht auf die einzelnen Gipfel versperren. Auf dem Weg zu unserem nächsten Stop in Les Trois Bassin halten wir noch einmal an der Ringstraße am Cap La Houssaye bevor es landeinwärts die Berge hinauf geht. Hier haben wir eine tolle Sicht auf die Nordküste und kommen schon einmal auf den Geschmack der Steppenlandschaft, die in einem Senfgelb getränkt ist und sich hinter uns breit macht. Auf La Réunion gibt es viele verschiedene Mikroklimata. Während die Ostküste sehr regnerisch ist (niergendwo sonst auf der Welt fällt in kurzester Zeit so viel Regen wie im Sommer auf dieser Insel), weist die Westküste teils Steppenklima auf. Im Anschluss verlassen wir die mehrspurige Ringstraße und fahren auf schmaleren sehr sehr kurvigen Straßen in Richtung des Ortes Les Trois Bassin, welcher sich in 2.898 Metern Höhe befindet. Wer Mario Kart fahren liebt, wird hier auf seine Kosten kommen! Und auch die Aussichten auf die Küste aus der Ferne sind beeindruckend. Im Ort angekommen genießen wir noch einmal ganz in Ruhe die weite Aussicht auf die Westküste (und toben uns auf einem leeren Kinderspielplatz aus), bevor wir nun am Nachmittag unser Hotel in Le Tampon ansteuern. Die Kurven machen bergabwärts genauso viel Spaß wie bergaufwärts. Unsere Landkarte haben wir bereits schon einige Male auf und zugeklappt, ein Navigationsgerät ist auf La Réunion völlig überflüssig. Die Straßen sind perfekt ausgeschildert und auch unsere Unterkunft*, das Sud Hôtel in Le Tampon, ist schnell gefunden. Ein schlichtes, aber sehr sauberes Hotel mit Pool und Jacuzzi.
Am Abend fahren wir nach Saint Pierre. Im Vergleich mit der Nachbarinsel bildet diese Stadt wohl das touristische Zentrum auf La Réunion, wie Grand Baie auf Mauritius. Hier reihen sich Restaurants und Bars sowie ein paar Nachtclubs nebeneinander an der Küstenstraße entlang. Da es bereits dunkel ist, können wir nur erahnen wie schön diese Stadt wohl über Tag erscheint. Nachdem wir die Be Lounge nach einem All-Inclusive-Buffet von Sushi über die verschiedensten Fleisch- und Fischgerichte und Gratins bis hin zu frischen Früchten, Brownies und Eiscreme gesättigt verlassen, spazieren wir noch eine Weile am Hafen entlang. Der Wind ist stark und die Wellen sind hoch. Als es uns dann doch zu kalt wird, machen wir uns auf den Heimweg und fallen ins Bett.

Freitag – 25. Juli 2014
Bevor es mit unserem kleinen Flitzer wieder auf die Straßen geht, lassen wir uns das Frühstück im Hotel schmecken, um gut gestärkt in den Tag zu starten. Heute besichtigen wir einen der drei Talkessel der Insel, den Cirque de Cilaos. Neben diesem gibt es noch die beiden angrenzenden Talkessel Cirque de Salazie und Cirque de Mafete. Der Cirque de Salazie wird als tropisch grün beschrieben und kann über eine Straße, die im Südosten von Saint-André von der Ringstraße an der Küste abgeht, erreicht werden. Letzterer, der Cirque de Mafete, kann dagegen nur über Wanderwege erreicht oder per Helikopter besichtigt werden.
Die Straße zum Cirque de Cilaos geht in der kleinen Küstenstadt Saint-Louis ab, welche im Südwesten der Insel liegt. Sobald wir in diese Straße einbiegen, merken wir schnell, dass uns der Weg wieder Kurve für Kurve in die Höhe führt. Je höher wir kommen, desto traumhafter werden die Aussichten. Hin und wieder befinden sich Ausbuchtungen am Straßenrand, in denen wir anhalten, um die weite Sicht auf die Berge zu bewundern. Die Straße wird teilweise sehr eng und führt an steilen Felsvorsprüngen vorbei, an einigen Stellen sind sogar kleine Tunnel ins Gestein gehauen, durch die unser Flitzer einige Meter durch den Berg fährt. An manchen Stellen führt die Straße sogar einspurig durch die Kurven und um die Felswände – hier hilft nur noch Hupen, um entgegenkommende Fahrzeuge zu warnen, einsehen können wir die Straße nicht. Von nun an hoffen wir nur noch, dass uns auf der Strecke keiner der Busse entgegen kommt, die Cilaos anfahren. Nach gut einer Stunde und 45 Minuten haben wir die über 300 Kurven, die sich 36 Kilometer lang durch das Gebirge schlängeln und bis nach Cilaos führen, gemeistert und erreichen den kleinen verträumten Ort. Seit knapp 80 Jahren kann Cilaos auf diesem Weg erreicht werden. Es dauerte acht Jahre, um die „Route aux 300 Virages“ zu erbauen (1927-1935). Die Sonne scheint und wir genießen die Eindrücke, die uns geboten werden: viele bunte Häuserfassaden und bunte Blüten, die am Straßenrand und in den Vorgärten gepflanzt sind. Dahinter die in die Höhe ragende Berglandschaft mit den fülligen Wolken, die sich langsam an den Bergspitzen hinablassen und erneut die Sicht auf die Gipfel vernebeln. Nachdem wir einige Zeit damit verbringen, durch die schmalen Straßen zu spazieren und Cilaos zu erkunden, holen wir uns unser Mittagessen in einer kleinen Sandwicherie (sehr empfehlenswert!) und fahren in den nahegelegenen Wald „Forêt du Grand Matarum“. Auf der Aussichtsplattform des Berges „La Roche Merveilleuse“ lassen wir uns das Essen mit Sicht über den gesamten Talkessel und den erloschenen Vulkan, den Piton des Neiges, welcher mit seinen 3.071 Metern den höchsten Berg der Insel bildet, schmecken. Im Anschluss entscheiden wir uns für eine Straße, die innerhalb des Kraters in den kleinen harmonischen Ort Îlet à Cordes führt, welcher für seine vielen Linsenplantagen bekannt ist. Auf dem Weg eröffnet sich uns für kurze Zeit eine atemberaubende Aussicht über die Berge bis hinunter zur Küste, wo die Wellen nacheinander aufschlagen. Der Ort selber ist sehr verlassen und ruhig, hier ist der Boden weit und breit von Feldern mit niedrigen pastellgrünen buschigen Pflanzen übersäht. Dazwischen türmen sich hin und wieder ein paar dunkle Steine, die für Kontrast sorgen. Auf dem Rückweg nach Cilaos können wir die Sicht auf den Wasserfall „Cascade de Bras-Rouge“ genießen, der sich zwischen den grünbewachsenen Bergen seinen Weg in die Tiefe bahnt. Sobald wir den Talkessel verlassen, steuern wir den Ort Saint-Louis an. Auf dem Weg dorthin durchfahren wir L’Entre Deux, in dem wir nur einen sehr kurzen Zwischenstop einlegen, da es sich lediglich um ein kleines ruhiges Dorf handelt, in dem nichts Spektakuläres auf uns wartet. In Saint-Louis schlendern wir durch die belebte Stadt und besichtigen eine große Kirche im Stadtzentrum, welche zu den drei größten Kirchen der Welt gehört. Inzwischen ist es später Nachmittag und wir fahren nach Saint-Pierre, um dort den Sonnenuntergang am Meer zu sehen. Wir machen es uns am Strand auf großen Lavasteinen gemütlich, die umringt von Wasser in der Bucht lagern. Hier genießen wir die Sicht auf das offene Meer und den Horizont, der sich nun durch die verschiendensten Gelb- und Rottöne klar vom Meer abgrenzt. Nach knapp zehn Stunden kommen wir wieder in unserem Hotel an und gönnen uns eine Erholung im Jacuzzi bevor wir wieder ins belebte Stadtzentrum von Saint-Pierre zurückkehren, um den Abend dort zu verbringen.

Samstag – 26. Juli 2014
Auf dem heutigen Programm steht eine Tour zum Vulkan Piton de la Fournaise und eine Fahrt entlang der gesamten Südostküste von Saint-Benoît bis Saint-Pierre. Auf die Fahrt zum Vulkan freuen wir uns schon seit Wochen und sind gespannt, was wir erleben. Um dorthin zu gelangen, müssen wir der Straße, die quer über die Insel verläuft und den Vulkan im Südosten von den drei Talkesseln im Nordwesten trennt, folgen. Nach etwa 15 Kilometern biegen wir bei dem „Maison du Volcan“ von der Hauptstraße rechts ab und folgen der Beschilderung „Volcan“ durch die kleine Siedlung La Grande Ferme bis wir zuletzt die Straße erreichen, die durch ein wunderschönes Waldstück in die Höhe führt. Es ist noch früh am Morgen, draußen ist es feucht und die Sicht ist hier sehr nebelig. Wir zweifeln schon, ob wir unsere Fahrt überhaupt fortführen sollen. Jedoch sind wir zu neugierig und bleiben auf Kurs – zum Glück! Nach nur wenigen Minuten Fahrtzeit und einigen zurückgelegten Höhenmetern lichtet sich der Nebel. Um uns herum sind inzwischen sattgrüne Wiesen, auf denen Kühe in aller Ruhe grasen. Wir halten das erste Mal an, um die Morgensonne und den strahlendblauen Himmel zu genießen. Die soeben durchfahrene Nebeldecke ist klar zu erkennen und versperrt die Sicht auf die Küste. Noch ahnen wir nichts von den vielen plötzlichen Vegetationswechseln, die uns auf unserer Weiterfahrt zum Staunen bringen: grüne Landschaft mit farbenfrohen Blüten, die ihre Köpfe zur Sonne drehen, werden plötzlich von Steppenlandschaft abgelöst, welche nach einigen Kurven ebenso dünner wird bis nur noch trockenes Geäst aus dem Boden ragt. Es wird wieder nebelig und außer verschiedenfarbigen Gesteinschichten am Straßenrand ist inzwischen nichts mehr übrig. Es ergibt sich ein wahnsinnig schönes Bild, das uns die Natur zur Schau stellt. Auf dem Rückweg halten wir in einer Straßenbucht, in der ein kleiner Schaukasten Informationen über den Krater “le cratère commerson” bereitstellt. Noch wirkt die Gegend recht unspektakulär – die Sicht ist hier nach wie vor ein wenig eingeschränkt und es regnet leicht. In der Ferne sehen wir, wie zwei Wanderer zwischen den einzelnen Büschen im Nebel verschwinden. Ein schmaler, kaum erkennbarer Weg führt zum Krater – wir folgen den Wanderern gespannt. Nach wenigen Minuten können wir unseren Augen kaum glauben. Wir stehen direkt am Abgrund des 200 Meter breiten und 235 Meter tiefen Kraters. Im Inneren erkennen wir einen vollkommenen Regenbogen, der in sämtlichen Farben leuchtet und nahezu kreisrund erscheint. Ein traumhafter Anblick! Auf der Weiterfahrt sehen wir noch zwei weitere Regenbögen, die in voller Pracht strahlen. So verdirbt uns selbst der Nieselregel nicht die Laune, der im Zusammenspiel mit der Sonne, die teilweise durch die dichte Wolkendecke bricht, einzigartige Naturbilder hervorruft.
Wir sind wieder auf der Hauptstraße angelangt, die quer über die Insel führt. Da sich diese am Fuße des Vulkans und an einem der drei Talkessel entlangschlingelt, regnet es hier im Landesinneren sehr viel. Die Umgebung ist tropisch und die Pflanzenvielfalt wunderbar sattgrün. Wir durchqueren den Ort “la Plaine des Palmistes“, der die Umgebung mit seinem Namen perfekt beschreibt: überall ragen Palmen am Straßenrand in die Höhe. Anschließend erreichen wir Ste. Anne an der Ostküste – ein kleiner Ort mit einer wunderschönen Kirche. Zu unserem Glück findet hier gerade ein kleines Straßenfest statt und wir kommen mit den Bewohnern ins Gespräch. Hier verweilen wir einen Moment, bevor wir unseren nächsten Stopp bei der berühmten Kirche “Notre-Dame des Laves” in Ste. Rose einlegen. Im Jahre 1977 brach der Vulkan auf der Insel aus und spie eine große Menge Lava. Diese bewegte sich südostwärts auf die Kirche zu und erkaltete genau an der Kirchenfront, so dass die einzelnen Stufen zum Eingang des Notre-Dame in die Lava geschlagen werden mussten. Ein außergewöhnlicher Anblick und vor allem ein ungewöhnliches Gefühl neben der meterhohen Lava an der Kirche entlang zu schlendern. Allgemein zählt der Vulkan “Piton de la Fournaise” zu den aktivsten der Welt. Seit 1640 ist er mehr als 100 Mal ausgebrochen – das letzte Mal im Dezember 2010. Im Jahr 2007 spie er sogar so viel Lava, dass die Insel um einige Quadratkilometer wuchs.
Als nächstes sehen wir uns den schönen Palmengarten und die kleinen Wasserfälle in “l’anse des cascades” an, ein ruhiger Küstenort kurz vor Bois-Blanc, in dem sich ein kurzer Besuch definitiv lohnt, um zu entspannen und Kraft zu tanken. Weiter südwärts zieht sich die gesamte Küstenstraße durch den erkalteten Lavastrom (“coulee de lave“). Erneut verfallen wir ins Staunen. Diese Strecke darf bei einem Inselbesuch nicht ausgelassen werden. Es ist ein tolles Erlebnis über die meterweite schwarze Fläche zu laufen und den Lavastrom zu bewundern – abgesperrt ist hier nichts. Um unseren Ausgangspunkt zu erreichen, folgen wir der Küstenstraße in Richtung Westen. Wir passieren die kleine Ortschaft St. Philippe, wo das Meer rau ist und hohe Wellen gegen die Felswand schlagen. Bevor wir unser Hotel in Le Tampon erreichen, stoppen wir am frühen Abend in St. Joseph, um uns dort die Stadt anzusehen. Es ist kurz vor sechs und die Straßen sind kaum belebt. Als wir die Kirche erreichen, erschließt sich der Grund. Es ist Abendgottesdienst und viele Bewohner befinden bereits im Inneren der Kirche. Wir genießen derweil die Sicht auf das Meer und die Palmenplantagen am Berghang. Zurück im Hotel entspannen wir für eine Weile bevor es abends erneut nach St. Pierre geht, um das herzliche Straßenfest „la Fête de Bayonne“ mit Studienfreunden aus Frankreich zu genießen. Zu diesem Anlass kleidet sich die gesamte Stadt in rot und weiß.

Sonntag – 27. Juli 2014
Heute ist unser letzter Tag auf der facettenreichen Nachbarinsel von Mauritius. Nach dem leckeren Frühstück werden die Taschen gepackt und es geht zurück auf die Straße. Zunächst fahren wir am Morgen kurz nach St. Pierre, um uns von der Hafenstadt einen Eindruck bei Tag und vor allem bei wolkenfreiem Himmel zu machen. Die vielen Boote wippen im Hafenbecken, die Berglandschaft ist klar zu erkennen, das Meerwasser ist kristallklar und viele Menschen spazieren an der Promenade und genießen die Sonne.
Unser Rückflug ist glücklicherweise erst am Nachmittag, weshalb wir tagsüber noch die Nordostküste erkunden werden. Um dorthin zu gelangen, folgen wir erneut der Straße durch’s Landesinnere bis wir St. Benoît an der Ostküste erreichen. Bevor wir uns nun in Richtung Norden orientieren und die einzelnen Küstenstädte anvisieren, machen wir einen kleinen Umweg und steuern die winzige Ortschaft Bras Canot an. Hier steigen wir aus und laufen durch Ananasplantagen, um uns die kleinen, noch unreifen Früchte aus der Nähe anzusehen. Unseren nächsten Stopp legen wir in Ste. Suzanne ein. An einem Imbissstand holen wir uns frische Sandwiches und Früchte und fahren anschließend über schmale Feldwege, vorbei an Zuckerrohr, das in die Höhe ragt, zum zwei Kilometer entfernten Wasserfall “Cascade Niagara” – ein kleines Paradies, perfekt für einen Picknick-Ausflug am Mittag. Am Rande des 65 Meter hohen Wasserfalls gibt es die Möglichkeit zu klettern (via ferrata mit Zipline), welche ein paar Besucher wahrnehmen. Wir genießen die Aussicht und kühlen uns im Wasser ab, bevor es weiter Richtung Flughafen geht und unser Abenteuer ein Ende nimmt. Auf dem Weg entdecken wir zufällig ein Schild, dass auf eine Vanilleplantage hinweist. Ein wenig Zeit haben wir noch, weshalb wir die Gelegenheit nutzen und der Ausschilderung „la Vanilleraie“ folgen. Über eine Allee mit riesigen Bäumen erreichen wir das Ziel: ein wunderschönes, altes Landhaus im Freien. Da jedoch Sonntag ist, sind die Türen ins Innere verschlossen. Wir steigen dennoch aus und schauen uns um. Dabei entdecken wir, neben der wunderschönen Flora, die sich hier in den verschiedensten Facetten präsentiert, die frei zugängliche Vanilleplantage. Der Geruch ist einfach traumhaft! Er ist so intensiv, dass wir ihn sogar auf der Weiterfahrt zum Flughafen noch in der Nase haben. Ein pefekter Abschluss für die erlebnisreichen vier Tage, die wir auf der Insel verbringen durften.

*Hier noch ein paar nützliche Tipps:
1. Den Flug am besten über die französische Internetseite von Air Austral buchen, hier fanden wir das günstigste Angebot.
2. Am Flughafen von La Réunion befinden sich folgende Mietwagen-Anbieter: Hertz, rent a car, Avis, Au bas prix, ITC tropicar, Jumbo car, Europcar, enterprise, ADA, SIXT und Budget. Die Mietwagen-Anbieter befinden sich im Gebäude auf der rechten Seite, sobald die Flughafenhalle verlassen wird.
3. Das Hotel „Sud Hôtel“ bietet sich für eine mehrtägige Inselerkundung von der Lage und vom Preis her perfekt an. Für ein Doppelzimmer zahlten wir pro Nacht 58€ (29€ pro Person) inklusive Frühstück, Pool, Jacuzzi und kostenlosem Parkplatz.
4. Das Speedlimit beträgt auf La Réunion 110km/h. Daran sollten Sie sich unbedingt halten. Anders als in Deutschland können Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung hier nicht um 10km/h überschreiten.

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Annika Schöbe

Annika Schöbe

Praktikantin bei Isla-Mauricia von April bis August 2014. Marketing, Dienstleistungsmanagement und Wettbewerb sind meine Stärken - in diesen Bereichen absolviere ich derzeit meinen Masterstudiengang in Wirtschaftswissenschaft in Deutschland. Die Reiseagentur Isla-Mauricia bietet mir im Rahmen eines Praktikums auf Mauritius die Möglichkeit, Einblicke in die Tourismusbranche zu gewinnen und diese Insel mit all ihren Facetten kennenzulernen. Meiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Berichte! Sonnige Grüße aus Mauritius, Annika Schöbe

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3 Responses

  1. Ertl says:

    Hallo Frau Schöbe, spitzen Reisebericht ! Ich hätte da ne Frage bezüglich dem Mietauto auf Mauritius. Wir suchen ein günstiges kleines Auto für 4-5 Tage, sollte allerdings nicht mehr als 120 Euro kosten. Können Sie uns da weiterhelfen, vielleicht mit einer Addresse oder Internetseite? Viele Grüße Ertl

  2. Ertl says:

    Herr Reigber, auf das Angebot würde ich gerne zugreifen ! Schicken Sie mir doch ein Angebot für Zeitraum 25.02.16 (9 Uhr) bis 01.03.16 (9 Uhr) – Kleinauto 60-80 PS, Klima, Vollkasko, ein Fahrer, Lieferung und Abholung zu Hotel La Pirogue. VG Ertl

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