Aufenthalt im Krankenhaus auf Mauritius

Der Gedanke daran, dass während des Urlaubs etwas Schlimmes passiert, ist ziemlich beunruhigend. Ein Unfall im Ausland, der einen Aufenthalt im Krankenhaus zufolge hat, oder eine Erkrankung, die eine stationäre Behandlung mit sich zieht, lässt zunächst einmal Panik aufkommen. Schon im eigenen Land ist diese Vorstellung alles andere als schön – wenn nun aber noch die Umstände hinzu kommen, dass die Untersuchungsmethoden nicht bekannt sind und das Personal kein Deutsch spricht, steigt die Panik. Diese Angst möchte ich Ihnen nehmen, indem ich meine Erfahrung mit Ihnen teile.

Leider hatte ich vor einigen Tagen einen Unfall auf der Insel und musste aufgrund mehrerer Prellungen und Schürfwunden sowie gebrochener Nase abends in das Krankenhaus “Clinique du Nord” in Baie du Tombeau (in der Nähe von Port Louis) eingeliefert werden. Die Kommunikation verlief komplett auf Englisch. Zwei Schwestern haben mich empfangen und sofort gefragt, was passiert ist und wo ich Schmerzen habe, um die Situation richtig einzuschätzen. Wenige Minuten später kam ein Arzt hinzu und hat mich untersucht und Anweisungen gegeben. Sogar untereinander haben sich die Schwestern und der Arzt auf Englisch verständigt, damit ich verstehe, was als nächstes passiert. Trotz guter Englischkenntnisse hatte ich dennoch enorme Panik. Das Personal war vom ersten Moment an sehr freundlich und versuchte mich immer wieder sanft zu beruhigen. Nachdem ein CT Scan und verschiedene Röntgenaufnahmen gemacht wurden, musste ich auch nicht lange warten, bis die Operation unter Vollnarkose durchgeführt wurde. Die Räumlichkeiten sind sehr sauber, jedoch nicht zu vergleichen mit klinisch weißen Räumen und grellen Gängen in deutschen Krankenhäusern. Nachdem die Operation vorbei war und ich aufgewacht bin, haben sich mehrere Schwestern um mich gekümmert und der Arzt hat mir versichert, dass die Operation gut verlaufen ist. Meine Panik ließ langsam nach.

Eine Freundin durfte kostenfrei über Nacht bei mir im Zimmer bleiben. Mein Zimmer war sehr komfortabel: etwa 25qm groß, ein eigenes Badezimmer, zwei Betten, ein moderner Ledersessel, ein großer Flachbildfernseher und direkter Zugang zu einer großen Terrasse mit modernen Möbeln und Meeresblick. Die Ausstattung war demnach besser als in so manchen Hotelzimmern. Für meine Freundin wurde sogar noch Abendessen frisch zubereitet.

Mit meiner Auslandsversicherung bei der ENVIVAS verlief alles reibungslos. Ich habe bei meiner Auslandsversicherung vor Reiseantritt angefragt, die Versicherungspapiere nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch zugeschickt zu bekommen, damit im Ausland keine Verständigungsprobleme entstehen. Daran sollten Sie unbedingt denken! Vor den Behandlungen musste ich ein Kontaktformular ausfüllen und Versicherungsdaten angeben. Kosten kamen nicht auf mich zu, dies hat meine Versicherung direkt mit dem Krankenhaus geregelt. Ich musste am zweiten Tag lediglich einen Unfallbericht ausfüllen, den das Krankenhaus an meine Versicherung schicken musste. Kurz darauf habe ich einen Anruf von meiner Versicherung bekommen, die sicherstellen wollte, ob es mir gut geht. Nach meiner Entlassung musste ich eine Woche später zu einer Kontrolluntersuchung und habe bei diesem Termin ebenso einen finalen Untersuchungsbericht bekommen, in dem auch festgehalten wurde, dass ich flugfähig bin. Lassen Sie sich dies unbedingt bestätigen.

Insgesamt musste ich drei Nächte im Krankenhaus bleiben. Die Schwestern und Ärzte haben sich perfekt um mich gekümmert, das Essen war lecker und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. In diesem Krankenhaus müssen Sie sich keine Sorgen über mangelhafte Standards oder Verpflegung machen, nur tief durchatmen und gesund werden.

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Aufenthalt im Krankenhaus auf Mauritius von
Annika Schöbe

Annika Schöbe

Praktikantin bei Isla-Mauricia von April bis August 2014. Marketing, Dienstleistungsmanagement und Wettbewerb sind meine Stärken - in diesen Bereichen absolviere ich derzeit meinen Masterstudiengang in Wirtschaftswissenschaft in Deutschland. Die Reiseagentur Isla-Mauricia bietet mir im Rahmen eines Praktikums auf Mauritius die Möglichkeit, Einblicke in die Tourismusbranche zu gewinnen und diese Insel mit all ihren Facetten kennenzulernen. Meiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Berichte! Sonnige Grüße aus Mauritius, Annika Schöbe

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