Erlebnisreicher Tagestrip auf Mauritius

In jedem Reiseführer, der Informationen über Mauritius preisgibt, stehen einige Sehenswürdigkeiten ganz oben auf der Liste. Der heilige See Grand Bassin, die siebenfarbige Erde in Chamarel und der Black River Gorges Nationalpark sollten nicht ausgelassen werden. Um diese Orte zu besichtigen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Alternativ zum Mietwagen und zu den festen Fahrrouten der lokalen Touranbieter kann man für ein wenig mehr Budget per Taxi mit eigenem Fahrer die Insel erkunden. Auf diese Weise kann selber entscheiden werden, welche Ziele angesteuert werden sollen und wie lange man sich an welchem Ort aufhalten wird ohne selber fahren zu müssen und Gefahr zu laufen, sich zu verirren und Zeit und Nerven zu verschwenden.

So startete diese Tour am Sonntag, früh morgens um 8:00 Uhr, in Grand Baie für mich und zwei meiner Freundinnen. Das erste Ziel war der erloschene Vulkankrater Trou aux Cerf in Curepipe im Hochland von Mauritius. Normalerweise gibt es hier aufgrund der Höhenlage wenig Sonnenschein und blauen Himmel, aber wir hatten viel Glück und konnten die weite Aussicht bei nahezu klarem Himmel genießen. Im Anschluss ging es weiter in Richtung Süden. Vorbei an dem größten See der Insel, dem Mare aux Vacaos, erreichten wir den heiligen See Grand Bassin. Hier sind wir an der hinduistischen Tempelanlage am See vorbei gelaufen und haben uns die zahlreichen Götterstatuen angesehen. Auf unserem Weg begegneten wir sogar einigen wilden Affen, die in den Bäumen und Büschen herum sprangen. Das nächste Ziel waren die Alexandra Falls im Black River Gorges Nationalpark. Hier gibt es, neben der Sicht auf die Wasserfälle, eine Aussichtsplattform, von der die weite Sicht über die Südwestküste bis zum Indischen Ozean reicht. Nur einige Fahrminuten entfernt gibt es eine weitere Aussichtsplattform, die die Weite des Nationalparks zeigt. Hier konnten wir den Blick auf das Meer mit einer traumhaften Sicht auf die tropisch grüne Berglandschaft genießen.
Zurück im Auto hörten wir auf der Fahrt nach Chamarel Ségamusik und erfreuten uns an der Aussicht auf die vielen Zuckerrohrfelder, die hin und wieder von Ananas- und Papayaplantagen unterbrochen wurden. Um auf das Gelände zu gelangen, wo sich die Chamarel Falls und die siebenfarbige Erde befinden, mussten wir 175Rs Eintritt pro Person zahlen (etwa 4,50€). Eine schmale Straße führt durch die tropische Landschaft, in der Kaffeebohnen wachsen und besondere Palmen angebaut werden, um das Herz der Palme zu ernten – ein spezielles Gemüse, das auf Mauritius oft als Salat angeboten wird.
Bei den Chamarel Falls angekommen, konnten wir beobachten, wie das Wasser etwa 100 Meter in die Tiefe stürzt, bevor es auf Lavagestein aufprallt. Anschließend konnten wir uns die siebenfarbige Erde anschauen und staunen. Das Wetter war wunderbar und die unterschiedlichen Farbtöne waren deutlich zu erkennen. Mit der dahinter liegenden grünen Berglandschaft und dem strahlend blauen Himmel ergab sich ein wunderschöner Anblick.

Inzwischen war es fast 13:00 Uhr und wir fuhren zu dem Restaurant „Saveur Tropical“, dass uns unser Fahrer empfohlen hatte. Ein kleines mauritianisches Restaurant, welches einheimische Küche und Meeresfrüchte anbietet. Wir entschieden uns für gegrilltes Hühnchen in hausgemachter Honigsauce und selbstverständlich wollten wir auch den „Coeur de Palmier“ Salat testen. Die Empfehlung dieses Restaurants kann ich nur weitergeben: sehr freundlicher Service, sehr sehr leckeres Essen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis (pro Person 560 Rupien, sprich 14,- Euro für Vorspeise, Hauptspeise und Getränk). Den Salat sollte jeder, der Mauritius besucht, einmal probieren.

Nun ging es frisch gestärkt weiter südwärts bis zur Küste. Nach einem kurzen Aufenthalt in Bel Ombre und Zwischenstop an dem Kliff in Gris Gris haben wir unser letztes Ziel erreicht: das La Vanille Réserve des Mascareignes, ein Krokodil- und Schildkrötenreservat in Rivière des Anguilles, im Süden der Insel. Der Eintritt liegt am Wochenende bei 200Rs, an Wochentagen bei 360Rs (5,- bzw. 9,- Euro). Hier konnten wir uns Krokodile ansehen und sogar kleine Krokodile hautnah erleben. Ich habe ein sechs Monate altes, etwa 40cm langes Krokodil in die Hände nehmen dürfen, das war ein tolles Gefühl. Vorbei an einem Käfig mit Fledermäusen gelangten wir zu einer kleinen Parkanlage, in der 100 Riesenschildkröten frei herumlaufen und faulenzen. Letzteres trifft definitiv eher zu. Wenn man jedoch mit frischen Zweigen in der Hand auf die Riesen zusteuert, kann man erleben, wie fix diese sein können. Plötzlich ist man von einer Horde Panzertiere umzingelt, die aufeinander herum klettern, um einen Bissen abzubekommen. So haben wir die Schildkröten gefüttert und gestreichelt und durften uns sogar auf die Panzer setzen. Die beiden größten Schildkröten im Park sind 99 und 67 Jahre alt. In kleinen Gehegen konnten wir uns weitere 200 Schildkröten ansehen, die noch jünger und vor allem kleiner sind.

Abschließend traten wir unsere Heimreise nach Grand Baie an und genossen auf der Rückfahrt, wie die Sonne zwischen den Bergen unterging. Nach knapp 200 zurückgelegten Kilometern endete der ereignisreiche Ausflug um 18.00 Uhr. Ein Tagestrip, den ich jedem empfehlen kann, der es mag, den ganzen Tag unterwegs zu sein. Die Belohnung sind einige schöne Panorama-Aussichten und fabelhafte Einblicke in die Flora und Fauna der Insel.

Mehr Informationen über die Sehenswürdigkeiten auf Mauritius geben wir Ihnen hier.

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Erlebnisreicher Tagestrip auf Mauritius von
Annika Schöbe

Annika Schöbe

Praktikantin bei Isla-Mauricia von April bis August 2014. Marketing, Dienstleistungsmanagement und Wettbewerb sind meine Stärken - in diesen Bereichen absolviere ich derzeit meinen Masterstudiengang in Wirtschaftswissenschaft in Deutschland. Die Reiseagentur Isla-Mauricia bietet mir im Rahmen eines Praktikums auf Mauritius die Möglichkeit, Einblicke in die Tourismusbranche zu gewinnen und diese Insel mit all ihren Facetten kennenzulernen. Meiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Berichte! Sonnige Grüße aus Mauritius, Annika Schöbe

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